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Schwerpunkt Kultur: Literaturkritiken, gerne Genre und Formspielereien. Sachbuchkritiken, gerne Philosophie, Soziologie, politische Theorie. Storytelling-Formate, Mini-Features, Reportagen und längere Sendungen zu gesellschaftlichen und im weitesten Sinne kulturellen Themen. Live als Sidekick bei DRadio Wissen und im Wochenendjournal im Deutschlandfunk.

Keine Berichte über Politik, Wirtschaft, Finanzen, Naturwissenschaft, Sport, Society/Boulevard.

Da ist zum einen die klassische Kulturberichterstattung, vor allem Literatur- und Sachbuchkritiken. Gerne zu seltsameren Titeln mit Genrebezug, gerne zu anspruchsvoller Literatur.

Bei den Sachbüchern bevorzuge ich geisteswissenschaftliche Titel aus den Bereichen  Philosophie, Religion, politische Theorie oder Soziologie. Außerdem interessiert mich, wie die Buchstaben ins Digitale wandern: Wo treffen sich Bücher und Computerspiele? Suchen wir Bücher bald nicht mehr nach Titeln, sondern nach Emotionen, die sie erwecken sollen? Warum kehren gerade jetzt lange Reportagen in den digitalen Medien wieder?

Antworten suche ich für die ARD-Wortwellen, den Deutschlandfunk und D-Radio Wissen.

Radio ist für mich ein sinnliches Medium. Geräusche, Musiken, O-Töne gehören dazu. Denn auch in wenigen Minuten lassen sich Mini-Features realisieren. Zum Beispiel zu Vätern in der Literatur, zur Geschichte der Kleinkindbetreuung oder zu SM-Literatur.

Quartalsberichte, sonntägliche Umfragen oder Pressekonferenzen samt Schnittchen interessieren mich weniger. Die spannenden Geschichten erzählen die Menschen – als Wesen mit Hoffnungen und Ängsten, Irrwegen und Zielen. Zum Beispiel eine Stewardess mit Flugangst oder ein islamischer Punker.

Wenn ich auf die Recherche gehe, dann lasse ich den Hörer an meinem Weg teilhaben. Ich sage „ich“, wohlwissend, dass jeder Standpunkt subjektiv ist, aber als solcher auch ergreifender. Nur so erkennt der Hörer, woran er ist: Wenn er weiß, wer da spricht. Und dieses Ich muss nicht gleich immer hysterisch sein und sich predigend auf die Schulter klopfen. Ichsagen heißt nicht automatisch, keinen Abstand mehr zu sich selbst zu haben. So ergründe ich, ob jeder Schmu Kunst ist, ob ich den Bundespräsidenten mitwählen darf und was mein Ghostwriter für Datingportale aus mir im Netz macht. Und scheitere dabei schon mal grandios.

Manchmal braucht ein Thema mehr als ein paar Minuten. Dann fahre ich für das Wochenendjournal im Deutschlandfunk durch die Republik und frage zum Beispiel, wie wir uns heutzutage Grimms Märchen erzählen oder was den Kick an Extremsportarten ausmacht.

Das klingt nach ziemlich viel. Ist es auch. Genau deshalb lasse ich den Rest weg. Naturwissenschaften und Naturkatastrophen, Boliden und Bälle, Moneten und Machtpolitik – das machen andere und sowieso besser. Ich habe noch gerade Zeit, privat ein Buch zu lesen, ins Theater zu gehen oder für meine Familie da zu sein. Wenn ich nicht meinem aufwändigen Hobby Improtheater nachgehe, im Team von „Improglycerin„.