Impro

Fotos: Mona Beeg-Sauer, Magda Stampfer, Tram Pham, Silke Strauss

Seit mehreren Jahren nun bin ich Schwerverbrecher, Dame, Tier, Element und was immer das Publikum wünscht. Am liebsten mit meinen Teammitgliedern von Improglycerin, in Shows, Battles, auf Geburtstagen oder Jams.

Als Teil des Leitungsteams der offenen Gruppe „Improtheater Frankfurt“ denke ich mir Specials zu Halloween, Weihnachten und Karneval aus oder übe meine Lieblingsthemen: Storytelling, Regie und Erzählhaltungen. Trainiert habe ich dabei schon Menschen von 5 bis Ü50. Gerne trainieren wir auch auf Anfrage für spezielle Zielsetzungen. Einfach mal an- oder hereinrufen!

Für mich hat Impro mehrere Lebensfäden verbunden: Die Liebe zur Sprache, auch zum hohen Ton. Das Storytelling aus dem Journalismus. Das Interesse an allerlei Milieus in meinen Reportagen. Die Regie aus den Mini-Features. Das Rotlicht-Lampenfieber vor dem Mikrofon. Und das verlockende Voll-Frontal-Gefühl aus meinem Lehramts-Studium.

Impro verändert alle. Hier ist sinnigerweise nichts geplant. Das Publikum gibt Ideen vor – zum Beispiel einen Ort, eine Beziehung, einen Beruf oder ein Gefühl. Und daraus entwickeln wir Geschichten – spontan, aber nicht chaotisch. Von der Kurzszene bis zur Langform, vom Gag bis zur Tragödie, mit Helden und Gegenspielern, mit Cliffhangern, Weisheiten, Bühnenkämpfen, gar mit Reim und Gesang. Vielmehr noch als das Publikum genießt man Impro eben als Teilnehmer.

Deshalb setzt man die Kunstform mittlerweile in der Psychologie, im Coaching oder im Schulunterricht ein – überall, wo es um Spontaneität, Mut zum Scheitern, Reflexion, Teamgefühl, Nachdenken über individuelle und gruppendynamische Handlungs-Strukturen geht.

Ich persönlich liebe die Moment-Mentalität, das Ideengewitter, das echte Aufeinander-Aufbauen, die grundlegende Gehirnspülung, das zenartige Loslassen und die glücklichen Gesichter überall.

Und ich freue mich noch mehr, wenn ich das weitergeben kann.